Kaffee mindert Risiko für Depression
Categories: AllgemeinSeit Jahrzehnten beschäftigt sich die Wissenschaft mit der Erforschung der positiven Effekte von Kaffee. Wie US-amerikanische Forscher nun herausfinden können, wirkt das koffeinhaltige Heißgetränk auch positiv auf die menschliche Psyche und kann vor allem Frauen vor Depressionen bewahren.
Vier Tassen am Tag schützen vor Erkrankung
Gute Nachrichten für alle Kaffee-Liebhaber: wer täglich mehrere Tassen des köstlichen Muntermachers konsumiert, erkrankt deutlich seltener an einer Depression. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Harvard Medical School. In ihrer zehnjährigen Vergleichsstudie begleiteten die Forscher mehr als 50.000 Frauen mit einem durchschnittliche Alter von 63 Jahren. Innerhalb der Studienzeit wurden die Frauen mehrmals zu ihrem Konsum von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken befragt. Zu Beginn der Studie im Jahr 1996 litt keine der befragten Frauen an einer Depression oder an anderen psychischen Leiden.
Im Verlauf der Studie erkrankten rund 2.600 der befragten Teilnehmerinnen an einer Depression, unter ihnen auffällig viele Frauen, die gar keinen oder nur sehr wenig Kaffee trinken. Aus den Studienergebnissen schlussfolgern die Forscher einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Erkrankungsrisiko. Werden täglich zwei bis drei Tassen des heißen Bohnengetränks konsumiert, sinkt das Risiko an einer Depression zu erkranken um 15 Prozent. Beim Konsum von vier oder mehr Tassen sinkt die Erkrankungsrate sogar um 20 Prozent. Beim Konsum von entkoffeniertem Kaffee zeigt sich hingegen kein Effekt.
Ursachen nicht gesichert
Die genaue Ursache für den Zusammenhang von Kaffeekonsum und Depression konnten die Forscher nicht ermitteln. Koffein gilt im Allgemeinen als anregend und kann das Wohlbefinden steigern. Möglicherweise regen die Wirkstoffe von Koffein auch die Produktion von Dopamin im Gehirn an. Vielleicht kommen die Studienergebnisse aber auch dadurch zu Stande, dass die erkrankten Probanden im Frühstadium ihrer Depression wegen des Koffeingehalts gezielt auf Kaffee verzichtet haben. Schlafstörungen gehören zu den typischen Symptomen psychischer Erkrankungen, durch Koffein könnten sie sich verschärfen.