In einer Sonderausstellung brüht das Heimatmuseum in Seulberg die Kaffeegeschichte neu auf und lädt Besucher zu einer Geschichte der edlen Bohne ein: vom “Türkentrank” bis hin zu den vielfältigen modernen Variationen von “Latte Macchiato” und “Cappuccino” der heutigen Zeit.

Kostbares und edles Gut

Kaffee gilt nach dem Erdöl als zweit wichtigstes Welthandelsprodukt und wird heute in rund siebzig Ländern um den Äquator herum angebaut. Getrunken wird der Kaffee danach in mehr als 120 Ländern und nicht selten gilt er dort als beliebtestes Getränk der Bevölkerung. Die Ausstellung verdeutlicht nun die Entwicklung und den Siegeszug der Bohne, beleuchtet unterschiedliche Sorten und Arten, verschiedene Zubereitungstechniken und gebrühte Getränke. Schon allein der Duft im Eingang zum Museum dürfte einen kaum daran vorbeigehen lassen.

Der Kaffeeklatsch schreibt Geschichte

Vor über funfhundert Jahren wurde erstmals Kaffee im Orient getrunken. Anfangs abgewertet als “Getränk des Satans” und “Türkentrunk” gelangte es dennoch durch die Faszination von Papst Clemens VIII zu Ruhm und Ehre. Nach und nach gelang die Bohne dann auch in Kaffeehäusern, auf europäischem Kontinent allen voran in Wien. In Deutschland wurde 1673 das erste Kaffeehaus eröffnet und zwar in Bremen. Während die Zubereitung früher noch aufwändig war und rund zwei Stunden in Anspruch nahm, ist ein Espresso heute in durchschnittlich zehn Sekunden gebrüht. Und das in bester Qualität und von bestem Geschmack.

Maschinen, Geschirr und Bohnen

In der Ausstellung sind neben den historischen Entwicklungsetappen, den verschiedenen Kaffeesorten auch Kaffeetassen und Geschirr aus den verschiedenen Jahrhunderten zu bestaunen. Ebenso findet sich eine Ausstellung der verschiedensten Kaffemaschinene: von ihren Anfängen im Feuerkessel über das Mokka-Kännchen bis hin zum Kaffeevollautomat von heute.

Die Ausstellung ist noch bis 19. Dezember geöffnet und kann mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.