Welche Kaffeemaschine den ersten Kaffee am frühen Morgen aufbrüht oder den kleinen Schwarzen nach einem reichhaltigen Essen richtig zubereitet, ist inzwischen schon längst keine rationale Entscheidung mehr, sondern fast eine Glaubensfrage. Es haben sich regelrechte Gemeinden gebildet, die Pads, Kapseln oder den guten alten Handfilter bevorzugen und jede von ihnen schwört, dass ihr Gerät den weltweit allerbesten Kaffee produziere. Dabei ist es vor allem die richtige Bohne, die den richtigen Geschmack ausmacht und ein bisschen auch das Drumherum.

Guter Kaffee kommt von guten Kaffeebohnen

So muss sich keiner Sorgen machen, ohne eine kostspielige Maschine keinen guten Kaffee machen zu können. Denn geschmackvoller Kaffee definiert sich in erster Linie über die Bohnen, aus denen er zubereitet wird, und nicht mit welcher Maschine. Dabei ist die gute Herkunft und die Auslese der Bohnen ebenso wichtig, wie die spätere Röstung. Kaffeebohnen sind eigentlich Kirschen, die rot und saftig aussehen, wenn sie gepflückt werden. Wenn sie von der fleischigen Schale befreit werden, sind die Bohnen – welche eigentlich die Kerne der Frucht darstellen – zunächst weiß. Sie werden in der Sonne getrocknet und erst dann in Säcke gefüllt und zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Der Rohkaffee wird in Schiffen zu seinen Bestimmungsorten gebracht, die Röstung geschieht vor Ort, denn danach zählt jede Sekunde, um das Aroma zu erhalten.

Die Guten ins Tässchen, die schlechten vergessen

Schlechte Kaffeesorten erkennt man am fehlenden Aroma. Meistens handelt es sich um den Aufkauf zu lange gelagerter und gerösteter Bohnen durch Discount-Ketten, die die eigentliche Ausschussware dann billiger anbieten können. Doch dann braucht man viel mehr des aromaarmen Pulvers, so dass man am Ende doch gar nichts spart. Der Vorteil von Kaffeemaschinen, die Kapseln verwenden, liegt unter anderem darin, dass das Pulver aromasicher versiegelt ist. Außerdem treffen Profis vorab eine Auswahl der richtigen Bohne oder der richtigen Mischung für den immer gleichbleibenden guten Geschmack, so dass man einen standardisierten Kaffee nach Wahl genießen kann und nicht unfreiwillig mal einen kräftigen und mal einen milden je nach Zubereitung und Bohnensorte trinkt. Letztlich ist die Entscheidung über handgemachten oder maschinengemachten Kaffee eine Geschmacks- und eine Zeitfrage.

Das Drumherum erhöht den Kaffeegenuss

In einem sind sich fast alle Kaffeefreunde einig: Während man früh morgens auch mal eben schnell im Stehen einen Kaffee schlürfen kann, muss der gemütliche Kaffeeklatsch mehr können. Schöne Kaffeetassen, das richtige Milchkännchen, Zuckerspender, die nicht verstopft sind, und vielleicht ein bisschen Kuchen oder Kekse dazu machen da schon etwas her. Da wird dann eventuell sogar die Frage nach der richtigen Maschine zur Nebensache.