Der Espresso ist inzwischen aus keinem Kaffeehaus oder Cafe der Welt mehr wegzudenken, doch wie entstand er eigentlich genau und was für verschiedene Zubereitungsarten gibt es weltweit? Dieser Frage wollen wir im folgenden Beitrag auf den Grund gehen.

Entstehung

Der Espresso, wie wir ihn heute kennen und genießen, ist eine Zubereitungsart des Kaffees, die in Mailand erfunden und perfektioniert wurde. Im Jahr 1900 wurde dort die Idee zu einem der heute beliebtesten Kaffeegetränke geboren. Bevor der Espresso in Mailand erfunden wurde, wurde der Kaffee in Italien nur mit heißem Wasserdampf zubereitet. Bei der originalen Zubereitung wird kochend heißes Wasser mit hohem Druck durch feinen Kaffee, dessen Bohnen beim Original Espresso dunkel geröstet sein müssen, gepresst. Daraus entsteht Kaffeekonzentrat, auf dessen Oberfläche sich die als Crema bezeichnete Schaumschicht befindet. Durch die Schaumschicht erhält das Getränk sein unverwechselbares Aroma.

Durch dieses Extraktionsverfahren wird ein Kaffeegetränk gewonnen, das zwar im Gegensatz zu herkömmlich zubereiteten Kaffee weniger Koffein enthält, die Konzentration des Koffeins ist dafür jedoch ungleich stärker. Daher wird der Espresso gerne auch morgens genossen, da er ein idealer Wachmacher ist.

Die Espressobohne

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die Espressobohne eine spezielle Kaffeebohnensorte sei, dies stimmt allerdings nicht. Der Espresso wird genauso aus herkömmlichen Kaffeebohnen zubereitet, allerdings werden diese dunkler, sprich länger geröstet als die Bohnen, die für herkömmlichen Kaffee verwendet werden. Durch die längere Röstung verliert die Espressobohne auch einen Teil des Koffeins, das Weniger an Koffein wird jedoch, wie oben erwähnt, durch die stärkere Konzentration wieder ausgeglichen.

Die fünf Kriterien für einen guten Espressobohne

Folgende fünf Kriterien gelten in Italien als Muss um einen guten Espresso zu erhalten:

Die richtige Kaffeemischung

Die Auswahl der Kaffeebohnen ist sehr wichtig, aus schlechten Bohnen macht auch die beste Maschinen keinen perfekten Espresso.

Die richtige Menge

Genau 7 Gramm Kaffeepulver sind laut einhelliger Meinung die ideale Menge für perfekten Espresso.

Das richtige Kaffepulver

Das Kaffeepulver muss genau den richtigen Grad aufweisen, es sollte nicht zu grob und auch nicht zu fein gemahlen sein.

Die Maschine

Das A und O für einen guten Espresso ist die richtige Maschine. Während es im Rest der Welt teure Designermaschinen sind, die von Ingenieuren sogar per Autocad konstruiert werden, schwören die Italiener lieber auf die altmodischen Geräte.

Der Mensch

Der Zubereiter muss das Gerät richtig bedienen, je nach Mahlgrad der Bohnen das Pulver schnell oder langsam in die Maschine pressen und außerdem auch auf die richtige Temperatur der Kaffeetassen achten.